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Diespenser im Vergleich
Es wurden die Dispenser Apidea, Burmeister, FAM-Liebefeld, WYNA-Deluxe und die Krämerplatte bei jeweils je einer Anwendung im August und September gestestet.
 

Fünf Ameisensäure-Dispenser
im Vergleich

  Es wurden auf drei Ständen fünf auf dem Markt angebotene Ameisensäure-Dispenser getestet Sie wurden gemäss den mitgelieferten Gebrauchsanweisungen eingesetzt. Überprüft wurde die Wirksamkeit gegen Varroa sowie die Nebenwirkungen auf Bienen und Königinnen. Nicht überprüft wurden die subjektiven Aspekte wie z.B. die Handhabung der Dispenser.
Mit jedem Dispenser wurde im August und September je eine Behandlung durchgeführt. In der untenstehenden Tabelle sind die befolgten Anwendungs-Vorschriften zusammengefasst.


  1. AS-Behandlung 2. AS-Behandlung
Dispenser Dosierung Dauer Verdunstungsfläche Dosierung Dauer Verdunstungsfläche
Apidea 120 ml 70% 7 Tage 25 cm2 120 ml 70% 14 Tage 35 cm2
Burmeister 60 ml 60% 7 Tage 13 cm Docht 200 ml 60% 21 Tage 13 cm Docht
FAM-Liebefeld 130 ml 70% 7 Tage Öffnung 2 130 ml 70% 14 Tage Öffn. 3, nach 2 Tagen Öffn. 4
WYNA-Deluxe 130 ml 70% 7 Tage 4 Löcher 130 ml 70% 14 Tage 8 Löcher
Krämerplatte gebrauchsfertig 7 Tage 3 Löcher gleiche Platte 14 Tage 10 Löcher pro Seite


Apidea

  Flacher Dispenser mit Plastikschale und Viscoseschwammtuch als Trägermaterial sowie zwei Deckel mit Verdunstungslöchern, die zum Einstellen der Verdunstungsfläche gegeneinander verschiebbar sind. Zur Behandlung wird der Dispenser oben auf die Brutwaben gelegt und mit dem Deckblatt zugedeckt. Zwischen Brutwaben und Dispenser werd zwei Holzleisten von 10 mm eingeschoben.

Burmeister

  Die Ameisensäure wird in ein kleines Gefäss gefüllt. Sie verdunstet über einem Docht aus Weichfaserkarton. Der ganze Dispenser wird in einem Wabenrähmchen fixiert und direkt als zweite Wabe nach Ende des Brutnestes eingehängt. Als Gebrauchsanleitung wurde diejenige des Lieferanten Lenggenhage verwendet.

FAM-Liebefeld

  Dieser flache Dispenser aus Schale und Deckel wird ohne Abstandleisten im leeren Honigraum direkt auf die Brutwaben gelegt. Die Verdunstungsfläche kann durch eine rotierende Scheibe reguliert werden. Als Trägermaterial für Ameisensäure dient ein Viscoseschwammtuch.

WYNA-Deluxe

  Dieser Dispenser ist eine flache Schale mit Deckel aus Chromnickelstahl. Die 10 Verdunstungslöcher im Boden der Schale können einzeln zugemacht oder geöffnet werden. Der Dispenser passt genau in der Schweizerkasten und wird als Deckbrett über die Brutwaben gelegt. Als Trägermaterial für die Ameiseinsäure dient ebenfalls ein Viscoseschwammtuch.

Krämerplatte

  Diese mit Ameisensäure getränkte Weichfaserplatte in in eine dicke Plastikfolie eingeschweisst. Vor der Anwendung wird der Plastik zum Verdunsten der Ameisensäure mit der nötigen Anzahl Löcher versehen. Anschliessend wir die Platte auf zwei 2cm hohen Latten direkt über dem Brutnest platziert. Auch zwischen der Platte und der Abdeckung müssen zwei gleich grosse Latten eingeschoben werden. Die gleiche Platte wird für beide Behandlungen verwendet. Die angewandte Gebrauchsanleitung war diejenige der Andermatt-Biokontrol AG.

  Wirksamkeit   Königinnenverluste
Dispenser n 1. Behandlung 2. Behandlung Total AS Milbenfall Kontrollbehandlung 1. Behandlung 2. Behandlung
Alpidea 14 59% 89% 96% 73 0 0
Burmeister 14 42% 87% 92% 138 0 1
FAM-Liebefeld 13 74% 91% 98% 35 3 0
WYNA-Deluxe 10 75% 85% 96% 50 2 1
Krämerplatte 13 37% 92% 95% 104 1 1
Durchschnittlicher Behandlungserfolg und Königinnenverluste der verschiedenen Dispenser. (Zur Berechnung der Wirksamkeit der zweiten Behandlung wurde die verbleibende Varroapopulation nach der ersten Behandlung als 100% angenommen).


Wirksamkeit

  Die Wirksamkeit der 5 Dispenser streute zwischen 92% und 98% und kann als gut bis sehr gut taxiert werden. Einzig der Burmeister-Dispenser wies mit 92% einen leicht geringeren Behandlungserfolg auf. Der Burmeister, die Krämerplatte und etwas abgeschwächt auch der Apidea-Dispenser wiesen vorallem bei der ersten Behandlung eine ungenügende Wirksamkeit auf. Beim Burmeister war vermutlich die Dosierung mit 60 ml Ameisensäure zu gering und müsste deshalb erhöht werden. Ein weiterer Grund könnte die sehr hohe Temperatur während der Behandlung sein. Dadurch wird die Ventilation der Bienen erhöht, was möglicherweise die Ameisensäurekonzentration in der Stockluft herabsetzt. Für die Gesundheit der Winterbienen ist es wichtig, die Varroapopulation möglichst frühzeitig stark zu reduzieren.
Die Resultate dieses Versuches, wie auch die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass bei der Ameisensäure mit einer relativ grossen Streuung im Behandlungserfolgt sowohl zwischen den Völkern aus auch zwischen den Ständen gerechnet werden muss. Die Kombination der Ameisensäure im August und September mit einer Oxalsäurebehandlung im November ist daher immer anzustreben.

Königinnenverlust

  Die beiden Dispenser FAM-Liebefeld und Wyna-Deluxe lösten bei der ersten Behandlung mit 3 resp. 2 Königinnen von 13 grosse Koniginnenverluste aus. Sie wiesen aber gleichzeitig den grössten Behandlungserfolg auf. Dies weist darauf hin, dass unter den herrschenden Bedingungen mit 3 bis 4°C über den langjährigen Temperaturmittelwerten, die Verdunstungsfläche zu gross eingestellt war. Eine Korrektur der Anwendungsvorschriften ist angebracht. Bei der zweiten Behandlung, bei ebenfalls überdurchschnittlichen Temperaturen, wurde beim FAM-Liebefeld-Dispenser die Verdunstungsfläche etwas reduziert und erst nach zwei Tagen auf die vorgesehene Verdunstungsfläche erweitert. Durch diese Massnahme konnten Königinnenverluste vermieden und gleichzeitig ein guter Behandlungserfolg erzielt werden. Der einzige Dispenser ohne Königinnenverluste war der Apidea. Mehrjährige Erfahrungen mit der Anwendung von Ameisensäure haben gezeigt, dass unabhängig vom Dispenser hin und wieder mit dem Verlust einer Königin gerechnet werden muss.

Kontrollbehandlung

  Trotz des zum Teil guten Behandlungserfolges der verschiedenen Dispenser wiesen 44% der Völker bei der Kontrollbehandlung noch einen Milbenbefall von über 50 Milben auf. Deshalb ist es unter schweizerischen Bedingungen notwendig nach zwei Langzeitbehandlungen mit Ameisensäure die Völker im brutfreien Zustand im November mit Oxalsäure zu behandeln oder im folgenden Frühjahr die Drohnenbrut 2 bis 3 mal auszuschneiden.

Fazit

  Die Wirksamkeit der getesteten Dispenser ist bei optimaler Anwendung vergleichbar.
Die Streuung der Wirksamkeit zwischen den Völkern kann relativ gross sein. Deshalb ist eine Nachbehandlung mit Oxalsäure im brutfreien Zustand notwendig.
 

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